[LIST] How to use Webflow in Germany | Wie du Webflow in Deutschland nutzen könntest (GDPR/DSGVO)

Moin @viladrich,

sehr gerne!

Mit deinem Hosting Anbieter musst du so oder so eine Vereinbarung abschließen, auch wenn du das Tectite Script dort nicht nutzt. Gleiches gilt auch für deinen Kunden, sollte das Hosting über ihn/sie laufen.

Zu deinem 2. Punkt: Korrekt, das Skript selbst speichert keine Daten (es sei denn, du stellst ein, dass es das tun soll).

Und ja, du musst mit nahezu jedem Dienstleister einen Verarbeitungsvertrag abschließen, der für dich - in welcher Form auch immer - Daten erhebt und verarbeitet. Es ist ätzend, gebe ich dir Recht, aber es Teil des Jobs und eine gesetzliche Pflicht.

Beste Grüße

Dennis

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Moin @Dennis_K,

alles klar, dann werde ich wohl bei meiner Planung den Verarbeitungsvertrag immer als einen weiteren Schritt mit einberechnen.

Vielen Dank nochmal für deine Antworten, sie haben mir viele Stunden Recherche erspart! :smiley:

Viele Grüße
Marc

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Hey @Dennis_K
Und vielen Dank für die wichtigen Infos. Du hast kurz das Thema Ecommerce angesprochen. Was macht den Shop von Webflow eigentlich so unterirdisch? Und welche Dsgvo konforme Alternativen zum Verknüpfen oder Einbinden gibt es, in welchen ich trotzdem die Design und cms Stärken von Webflow nutzen kann?

Hey,
@Dennis_K and @flashsites

Um den Thread für mich und alle anderen bis hierher nochmal zusammenzufassen, es gibt also folgende 2 Möglichkeiten:

  1. Das Tool nutzen und einfach auf EU / GER Servern hosten
  2. Über webflow hosten und dann aber alles so machen wie @Dennis_K in dem allerersten Post ganz oben beschreibt und conctact form / cookie über DSGVO konformen Provider

Gibt es mittlerweile ein Statement von webflow dazu ob sie sich mal bemühen selber hosting auf EU servern anzubieten? Halt irgendwie was offizielles? Kann ja nicht sein, dass sie tausende EU Kunden einfach so hängen lassen…

LG
Jakob

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Hey @Jakob_K,

im Prinzip korrekt zusammengefasst. Ob mit oder ohne Stacket, meine erwähnten To-Do’s im eigentlich Post bleiben die Gleichen. Der wesentliche Unterschied ist lediglich, dass Stacket als Middleman dafür sorgt, dass du ein rechtlich einwandfreieres und nicht umstrittenes Hosting wählen kannst.

Bzgl. einer offiziellen Aussage von Vlad (CEO von Webflow) empfehle ich das Quarterly Update Q2 2022 ab Minute 36 bis Minute 42 anzusehen.

Dass Webflow unter den aktuell geltenden Datenschutzbestimmungen und Beziehungen zwischen U.S. & EU eine Lösung präsentieren wird, die uns als EU Kunden rechtlich gesehen unumstritten zufriedenstellen wird, halte ich für unwahrscheinlich - ausschließen würde ich allerdings nicht.
Webflow hat die aktuell aufgenommen Gespräche zwischen der U.S. Regierung und dem europäischen Parlament bzgl. eines neuen Datenschutzabkommens mit dem Namen “Trans-Atlantic Data Privacy Framework” genau im Blick und will zukünftig (wann auch immer das sein wird) so aufgestellt sein, dass Webflow’s Datenschutzpraktiken sich an jene orientieren, die weltweit am meisten Datenschutz bietet (meiner Kenntnis nach wäre GDPR/DSGVO das zum aktuellen Zeitpunkt). Die Grundlage dafür ist allerdings, dass das Trans-Atlantic Data Privacy Framework zwischen den Nationen geschlossen wird.

Zu sagen, “Webflow lässt tausende EU-Kunden einfach so hängen” ist auch zu einfach gesagt. Webflow ist ein U.S. amerikanisches Unternehmen, dass seine Wurzeln außerhalb der EU hat.
Die EU versucht alles so gut es nur geht zu regulieren (was natürlich auch aufwandstechnisch gesehen enorme Schattenseiten hat). Unternehmen, die außerhalb der EU Geschäfte mit Unternehmen innerhalb der EU tätigen wollen (im Kontext der Datenverarbeitung), werden laut EU dazu gezwungen, sich den eigenen Regulatorien zu “unterwerfen”. Auch für ein Unternehmen wie Webflow bedeutet so etwas signifikante Umstellungen, Kosten und Man-Power, um eine Lösung zu entwickeln, die wahrscheinlich nicht mal von Dauer ist (dazu gleich mehr) und das Unternehmen unter Umständen in finanzielle und rechtliche Schwierigkeiten bringen kann. Natürlich versucht so etwas jedes Unternehmen zu vermeiden, egal wie groß oder klein, unabhängig von Webflow betrifft das abertausende andere Unternehmen auch, die wahrscheinlich noch viel “besser” aufgestellt sind als Webflow.

Niemand hätte gedacht, dass ein neues Abkommen zwischen den beiden wichtigsten Nationen so viel Zeit braucht (auch zu Lasten von Trump), weswegen viele Unternehmen natürlich zögerlich waren und jetzt, da neue Gespräche bzgl. des nächsten Abkommens laufen, auch weiterhin sind, um eine Lösung für ein temporäres Problem zu entwickeln.

Und die Tatsache, dass unterschiedlichste rechtliche Prüfungen deutscher Anwälte zum Webflow Hosting teils sehr widersprüchliche Ergebnisse liefern, zeigt, dass die Nutzung des Webflow Hostings ganz klar eine Abwägungssache ist, solang das neue Framework nicht in Kraft tritt. Für ein EU Unternehmen, das sensible personenbezogene Daten von Endverbrauchern über die eigene Website erfasst und verarbeitet, mag das Webflow Hosting zum aktuellen Zeitpunkt wahrscheinlich nicht das Richtige sein, da die Angriffspunkte für Datenschutzbehörden zu gravierend wären.

Für ein Unternehmen, dass keine sensiblen personenbezogenen Daten über die Website erhebt und verarbeitet, ist es meiner Meinung nach (und auch die Meinung einiger Anwälte) eine klare Risikoabwägung, dessen Risikobewahrheitung in 99,9% der Fälle wahrscheinlich niemals eintreten wird.

Zusatz: Webflow ist datenschutztechnisch tadellos ausgerichtet, legt darauf seit jeher einen enorm hohen Fokus und versucht so Transparent wie nur irgend möglich die eigenen Praktiken zu kommunizieren. Das ist für ein U.S. amerikanisches Unternehmen bemerkenswert und zeigt, dass das das Thema ernst genommen wird. Webflow’s Geschäft ist die eigene Plattform, sie verdienen kein Geld mit dem Verkauf von Daten (wie es andere Unternehmen tun). Webflow erfasst, sofern man die native Formularfunktionalität nicht nutzt, lediglich die IP des Nutzers, um Serveranfragen zum Aufrufen einer Website zu verarbeiten - nicht mehr, nicht weniger.

Vielleicht konnte ich damit ein wenig den Blickwinkel auf die aktuelle Situation verändern, wenn ja, freut es mich. Kopf in Sand stecken bringt uns allen nichts, aufklären allerdings schon.

Liebe Grüße,

Dennis

Danke für dein Kommentar!

Aber, Wollen das nicht die Leute? Das ist ja eben der Problemlöser…

Ich glaube das ist ja genau das was die Leute so nervt, es wird versprochen und gesagt aber nie wirklich sichergestellt + ihr wisst alle wie langsam Webflow in Sachen Entwicklung etc ist, es gibt Wishlist Items vor über 5 Jahren längst längst überfällig. Keiner will warten und hoffen.

Man könnte den Leuten auch EU-Hosting von Webflows AWS Seite anbieten… jetzt aktuell nicht